Titel: The Star-Touched Queen
Deutsche Ausgabe: Bisher keine Infos
Autor: Roshani Chokshi
Reihe: The Star-Touched Queen #1
Seiten: 342
Verlag: St. Martin's Griffin
Format: Gebundene Ausgabe
ISBN: 1250085470
Preis: gebunden ca. 16,60 €, Kindle 9,99 €
Erscheinungsdatum: 26. April 2016
Genre: Fantasy, Young Adult
Sprachschwierigkeit: 1-2

Seltsam, wirres und trostloses Setting, gähnende Langeweile und für mich ein absoluter Reinfall...


Inhalt
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Maya wurde vorhergesagt, sie würde eine Heirat voller Zerstörung und Tod eingehen. Schließlich ist es eines Tages soweit, ihr Vater arrangiert eine politische Ehe und Maya wird durch verkettete Umstände die Frau des Königs von Akaran. Zunächst ist Maya positiv überrascht, sie beginnt ihre neue Heimat kennenzulernen und findet in ihrem Mann Amar einen wahren Freund. Jedoch merkt sie bald, dass er ihr etwas verheimlicht. Wird sich die Weissagung doch bewahrheiten?
 
Mein Eindruck
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Ich schnarch mich weg. Das ist leider das Erste, was mir zu "The Star-Touched Queen" einfällt. In letzter Zeit gab es einige YA-Bücher, die im orientalischen Setting spielen und meist auf einer unerwünschten Ehe aufbauen (wie "The Wrath and the Dawn", oder "A Thousand Nights"). Ich muss zugeben, ich hatte da schon meine Benken. Gerade ein gesundes Verhältnis aus Spannung und Liebesgesichte ist für mich wichtig. Und das ging hier voll und ganz in die Hose...
 
Zunächst fällt der sehr blumige Schreibstil auf. An und für sich fand ich es (noch) in Ordnung, stellenweise war es mir aber fast schon zu verschnörkelt geschrieben. Wahrscheinlich hat hier auch die Kombination aus Schreibstil und Handlung hereingespielt. Denn je weiter das Buch fortschreitet, umso zäher und langweiliger ist es leider geworden. 

Der Beginn war noch interessant, man lernt Hauptfigur Maya und ihr Leben im Harem kennen. Aufgrund ihres Horoskops und rätselhaften Geschehnissen in ihrer Umgebung ist sie dort sehr unbeliebt. Nichtsdestotrotz lässt sie sich nicht unterkriegen und macht das Beste daraus. Bis es schließlich an der Zeit ist, dass sie heiraten und den Palast verlassen soll. Maya findet sich schließlich in einem fremden Reich an der Seite von Prinz Amar wieder. Immerhin hatte sie in gewissen Grenzen so etwas wie eine Wahl, aber das war schon für mich das einzig Gute. Denn ab hier wird die Geschichte nur noch verworren, undurchsichtig und unglaubwürdig. Natürlich hat es Amar sofort auf sie abgesehen und ist hin und weg von ihr. Und natürlich geht es Maya genauso. Auch wenn sie ahnt, dass mit Amar nicht alles stimmt, steigen die Gefühle von 0 auf 100 in 3 Sekunden. Muss das sein?

Große Probleme hatte ich auch mit dem Setting. Also Amar herrscht über Akaran, ein Reich, das scheinbar zwischen den Welten liegt. Dort ist alles sehr seltsam, trostlos und vor allem leer. Es wird zu Begin auch beschrieben, Einöde mit wumms mittendrin einem prächtigen Palast. Dort gibt es auch so gut wie keine Menschen, außer unsichtbare Diener und (!) einen Ratgeber. Lange Zeit hat man überhaupt keine Ahnung, über wen Amar da eigentlich herrscht. Es wird dann schon noch erklärt, für mich war das allerdings sehr wirr und kaum greifbar.

Größtes Problem ist und bleibt gähnende Langeweile. Maya steht auf, träumt vor sich hin, tänzelt im leeren Palast umher, schmachtet Amar an und geht dann schlafen. Sie steht wieder auf, träumt vor sich hin, tänzelt umher und ich glaube, ihr wisst, was ich meine. Meine Güte war das zäh! Stellenweise war ich kurz davor abzubrechen. Schließlich gibt es dann doch noch so einige Wendungen, die allerdings genauso wirr waren wie das restliche Buch. Auf einmal wird alles in Frage und die Handlung auf den Kopf gestellt. Letztendlich fand ich die eigentliche Auflösung furchtbar, denn sie hatte so überhaupt nichts mehr mit dem Beginn der Geschichte gemein. Vor allem hätte man sich dieses "Horoskop" auch gleich sparen können.
 
Fazit 
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Ich sollte es eigentlich besser wissen und deshalb wird "The Star-Touched Queen" mein letzter Ausflug in orientalische Settings mit Prinzen sein. Der blumige Schreibstil hebt sich zwar von anderen Büchern ab, hilft aber nicht weiter, sobald die Geschichte immer zäher wird. Am meisten hat mich gestört, wie wirr und undurchsichtig alles war. Gepaart natürlich mit, wie könnte es auch anders ein, Insta-Love. Überhaupt habe ich selten eine Geschichte mit einem so leeren und trostlosen Königreich gelesen. Die Auflösung schließlich sollte Licht ins Dunkle bringen, für mich hat sie das komplette Buch ruiniert (soweit das noch ging). Gerade der Part anfangs, den ich noch mochte, ist dadurch komplett sinnlos geworden. 


Gähnende Langeweile und dann auch noch wirr ohne Ende
1,5 Sterne

10 Responses
  1. Meike D. Says:

    Du hast das Buch wirklich sehr treffend beschrieben!
    Ich habe "The Star-Touched Queen" auch demletzt gelesen, da es ja von vielen englischen Bloggern hoch gelobt wurde für seine Einzigartigkeit. Der Schreibstil war wirklich mal was besonderes, aber ansonsten war ich einfach nur enttäuscht. Den Anfang fand ich, wie du, ebenfalls sehr vielversprechend, und dann wurde es einfach nur noch sehr verwirrend. Der letzte Teil hat mir einfach gar nicht gefallen und mit der Beziehung zwischen Amar und Maya hatte ich auch meine Probleme. Ich frage mich wirklich, woher der Hype dafür kommt.


  2. Ich hab nur insta love gelesen und schon ist mir die Lust aufs Buch vergangen. Obwohl die Insta Liebe bei Wrath and Dawn ja nicht mehr zu toppen ist, das war für mich schon ein Graus. Leider hab ich thousand nights schon Zuhause im Regal.. naja, ich hoffe da wird es nicht so schlimm.

    LG Sarah


  3. Tina Says:

    @Meike:

    Ich kann den Hype auch überhaupt nicht verstehen. Kurz bevor es erschienen ist, hatte es noch eine richtig gute Goodreadswertung und gute Vorabreviews dabei. Und nun spiegelt die Wertung auch eher meinen Eindruck wieder. Ich ärgere mich schon richtig, dass ich es vorbestellt hatte. Hätte ich den "Absturz" gesehen, hätte ich es mir nicht mehr gekauft. Tja, hinterher ist man leider immer schlauer...

    Schade, dass es dir so ähnlich ging :/ Wirklich sehr enttäuschend das Buch. Und so wirr. Keine Ahnung, wann ich das letzte Mal eine so wirre Geschichte gelesen habe.


  4. Tina Says:

    @Sarah:

    Ähm ganz ehrlich, das ist hier absolut vergleichbar. Wobei es zugebenermaßen in "Wrath and the Dawn" eigentlich noch schlimmer war, weil sie allen Grund hatte den Typen zu hassen. Hier ging Maya immerhin "neutral" in die Sache hinein.

    Ich bin sehr gespannt was du zu "A Thousand Nights" sagst. Mittlerweile bin ich sehr froh, mich dagegen entschieden zu haben...


  5. Sarah Says:

    Och, wie schade.
    Ich hatte ja schon deinen Kommentar bei goodreads gelesen und Schlimmes befürchtet. Aber das jetzt noch einmal so schön detailliert zu lesen, warum das Buch so mies ist... menno.
    Kann deine Gründe aber total nachvollziehen, deshalb fliegt es wohl doch von meiner Wunschliste.

    Liebe Grüße,
    Sarah


  6. Ohje, deine Rezension spiegelt das wieder, was ich auch denke. Und ich habe nach Kapitel 9 aufgehört... Eigentlich habe ich mir (nicht zuletzt wegen dem ganzen Lob) fest vorgenommen, es irgendwann weiter zu lesen, aber die Entscheidung schwankt jetzt stark. Ein schöner Schreibstil hilft nicht über bloße Langeweile hinweg, und so atemberaubend finde ich ihn dann auch nicht.
    Gedanklich habe ich es nun schon als "abgebrochen" abgelegt^^


  7. May Says:

    Ach man, ich habe mir so viel von dem Buch erhofft und auch geplant es mir zu kaufen, weil die Geschichte einfach so gut klingt. Nach deiner Rezension werde ich es aber lieber sein lassen, weil ich langweilige Bücher bis auf den Tod nicht ausstehen kann. Für mich gibt es fast nichts Schlimmeres. Auch dieses schnelle Verlieben finde ich so ätzend und kann so etwas auch nicht mehr lesen.

    Liebe Grüße
    May


  8. Hi Tina,
    nach deinem Artikel weiß ich, dass ich "The Star-Touched Queen" nicht lesen werden. Ist denn eines der YA-Bücher die du erwähnt hast, die im orientalischen Setting spielen, empfehlenswert?
    LG
    Stephan


  9. Tina Says:

    @Sarah:

    Wirklich schade :/ Aber ich denke, da kann man seine Zeit mit besseren Büchern verbringen!

    @Suppenhuehnchen:

    Da hat es sich bei dir ja schon angedeutet... Ich habe zwischendurch auch scharf überlegt, ob ich wirklich weiterlesen möchte. Dann war ich aber schon so weit (knapp bei der Hälfte) und dann musste ich es auch zu Ende lesen. Doch mit meinen nächsten Vorbestellungen werde ich vorsichtiger sein...

    @May:

    Zähe Passagen finde ich auch immer furchtbar und hier kam es mir ganz extrem vor. Dazu noch die Blitz-Lovestory, wobei hier sogar mit Blitzhochzeit. Tja... Kann man nix machen, außer bessere Bücher lesen^^

    @Stephan:

    Hmm, eher bedingt. Also am besten war "Rebel of the Sands", wobei ich da auch schon nicht richtig mit warm geworden bin. "Wrath and the Dawn" und "A Thousand Nights" fahren eine ganz andere Schiene, ehrlich gesagt bin ich mir nicht sicher, ob sich das für männliche Leser eignet. Zumindest bei "Wrath of the Dawn" würde ich eher abraten, sehr schnulzig und nur auf die Liebesgeschichte konzentriert. "A Thousand Nights" habe ich bisher noch nicht gelesen, geht aber in eine ähnliche Richtung.


  10. Ich finde das so, so schade - aber du bist ja nicht die Erste, die das vom Buch sagt. Eigentlich stand es auf meiner Wunschliste sehr weit oben, aber mich haben schon die Rezensionen auf GR stutzig gemacht (insbesondere im Hinblick auf die blumige Sprache, das mag ich gar nicht). Und du bestärkst mich jetzt in der Vermutung, dass das wohl echt nicht mein Buch wäre. Langeweile gepaart mit Insta-Love - das klingt, als könnte man das getrost übergehen.

    Danke für die Warnung!


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