Titel: Windfire
Originaltitel:
Autor: Lynn Raven
Reihe: Einzelband?
Seiten: 463
Verlag: cbt
Format: Broschierte Taschenbuchausgabe
ISBN: 3570161021
Preis: 14,99 € 
Erscheinungsdatum: 14. Dezember 2015
Genre: YA Fantasy 
Altersempfehlung: Ab 14 Jahre 

Wind und Feuer kann eine äußerst explosive Mischung sein - von zwei Schicksalen, die sehr unfreiwillig miteinander verbunden wurden...

Inhalt 
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Für Jesse ist Las Vegas leider kein Urlaubsort, stattdessen muss sie sich mit mehreren Jobs über Wasser halten. Als ihr kein Ausweg mehr bleibt, versetzt sie ein Erbstück bei einem Pfandleiher und ahnt nicht, was sie damit ins Rollen bringt. Wenig später taucht ein junger Mann namens Shane bei ihr auf und will genau dieses Amulett haben. Schließlich einigt sich Jesse mit ihm darauf, für ein entsprechendes Entgelt bei der Suche nach dem Amulett zu helfen. Doch schon bald werden die beiden verfolgt und auch Jesse gerät ins Visier ungeahnter Mächte...

Mein Eindruck
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"Windfire" erinnerte mich an eine Achterbahnfahrt. Es geht noch recht gemütlich los, doch sobald der Wagen in Schwung kommt, gibt es kein Lockerlassen mehr und einen Adrenalinschub nach dem anderen. Getragen wird diese Geschichte vor allem durch die zwei Hauptfiguren Jesse und Shane. Und diese beiden sind tatsächlich wie Feuer und ähm Wind. Schon nach der ersten Konfrontation sprühen die Funken, doch so wirklich voneinander lassen können sie auch nicht. Im Prinzip sind sie nun einmal zwei völlig Fremde, die (zunächst) nur durch äußere Umstände aneinandergekettet werden. Dafür fand ich sie sehr unterhaltsam und authentisch!

Man muss aber auch sagen, dass mit Jesse nicht so gut Kirschen essen ist. Denn sie ist sehr mit eigenen Problemen beschäftigt und hat (fast) nur die Interessen ihrer verbliebenen Familie im Blick. Sie ist auch recht impulsiv und kann ganz schön zickig werden. Doch da ist sie bei Shane genau an der richtigen Adresse. Ich mochte, dass er es wieder und wieder schaffte, ihr den Wind aus den Segeln zu nehmen. Im wahrsten Sinne des Wortes! Dafür kann auch er recht arrogant und überheblich sein. Also beide können polarisieren.

Gefallen hat mir vor allem das Setting und der mystische Hintergrund. Das Magiesystem hängt stark mit den Elementen zusammen. Jede übernatürliche Kreatur steht für ein Element und hat dementsprechende Fähigkeiten und Schwachpunkte. Das Setting ist sehr abwechslungsreich, von der schillernden Stadt Las Vegas bis hin zu faszinierenden Wüstenregionen.

Die Geschichte an sich hat zugegebenermaßen ihre Vor- und Nachteile. Ich mochte, dass es rasant zugeht und die Handlung nahezu nie stillsteht. Auf der anderen Seite werden Perspektiven von "Bösewichten" eingestreut, die meiner Meinung nach mehr verwirren, als zur Story beigetragen. Überhaupt wird es ab einem Zeitpunkt ziemlich hektisch und für meinen Geschmack bleiben für einen Einzelband zu viele Fragen offen. Stellenweise kam mir auch der Schreibstil recht abgehackt vor (scheinbar um Spannung zu erzeugen), da hätten ganze Sätze und vor allem ordentliche Nebensätze nicht geschadet.

Doch trotz der vorhandenen Schwachpunkte hat mich Jesses und Shanes Geschichte trotzdem gut unterhalten. Ich mochte die Wortgefechte, die rasanten Actionszenen und vor allem den mystischen Hintergrund. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass es nicht jedermanns Sache ist.

Fazit
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"Windfire" dreht sich um zwei Figuren, die gegensätzlicher nicht sein könnten und doch magisch voneinander angezogen werden. Zu meiner Freude geben sie diesem Drang nicht widerstandslos nach, sondern lassen ordentlich die Fetzen fliegen. Von rasanten Verfolgungsjagden, über Luxuskasinos bis hin zu sagenumwobenen Wüstenregionen, wird einem alles geboten. Allerdings auch eine ordentliche Portion Hektik zum Ende hin und eine Menge unbeantworteter Fragen. Mir hat es dennoch gefallen und ich hoffe doch, dass die Geschichte vielleicht noch weitergehen wird.


Actionreiche Unterhaltung mit polarisierenden Figuren
3,8 Sterne

Anmerkung:
Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar erhalten.

5 Responses
  1. Lucina Says:

    Och Mensch, nach deiner Rezension bin ich noch unschlüssiger als vorher ob ich das Buch kaufen sollte. Ich hatte es ja schon vorbestellt, aber da das Buch auf dem Versandweg verschwunden ist, habe ich das als "Vorhersehung" betrachtet, doch lieber mit dem Kauf zu warten... Es gibt ja wenig wirklich begeisterte Rezensionen und von der Story her, scheint die Geschichte auch gar nicht so übel zu sein, aber in der Leseprobe war der Schreibstil schon so "komisch" und ich weiß nicht, ob mich das am Ende wirklich so stören würde. Argh... man verpasst nichts, wenn man die Geschichte nicht liest, oder? *hoff*


  2. Tina Says:

    @Lucina:

    *lach* da kann ich dir leider keinen goldenen Tipp geben. Wenn dir die Leseprobe schon etwas seltsam vorkam, dann wäre ich auch eher vorsichtig. Am Schreibstil ändert sich nichts. Ich bin mir recht sicher, ich hätte mich von anderen Rezensionen abschrecken lassen, doch die Geschichte hatte mir ja doch gut gefallen. Das kann man so pauschal einfach nicht sagen.

    Vielleicht war es ein Wink des Schicksals mit dem verlorenen Buch, vielleicht auch nicht ;D Ich würde das Buch einfach im Auge behalten und wenn es dich in ein paar Wochen noch interessiert, kannst du noch immer zuschlagen. Man kann es gut lesen, muss aber nicht ;)


  3. Bei mir liegt das Buch schon lesebereit auf dem SuB. Ich bin mal gespannt, wann ich es schaffe, meine Nase da mal reinzustecken :) Tolle Rezension. Mich schreckt sie kein bisschen ab, ich freue mich einfach viel zu sehr auf das Buch!

    Liebe Grüße,
    Lisa von Prettytigers Bücherregal


  4. Tessa Says:

    Ich mag dieses Cover mit dem Gold total und auch der Klappentext hört sich interessant an. Dank dir, ist es jetzt auch auf meiner Wunschliste gelandet :)

    Liebe Grüße
    Tessa


  5. Dreamcatcher Says:

    hey :)
    Ich muss sagen, dass ich deine Rezi nur unterschreiben kann. Ich mochte zwar irgendwie das Miteinander von Jesse und Shane, aber Jesse war mir irgendwann einfach zu zickig (mit Arroganz komm ich besser klar^^).

    Und die Geschichte hat mir eigentlich auch gut gefallen, allerdings, wie du sagst, die vielen Perspektiven sind irgendwie unnötig. Viele dieser Personen spielen ja dann irgendwie gar keine Rolle in der Geschichte (zum Beispiel ist es der Teil mit der alten Frau und der Eneklin eigentlich total egal). Dafür war die Auflösung der Epressung mehr als dürftig^^

    Na ja, ich hatte mir so gewünscht, wieder ein tolles buch von der Autorin zu lesen... Hab ja überlegt, ob das Buch deswegen nicht so gut war, weil die Autorin ja früher dicke Bücher geschrieben hat und das doch sehr kurz war - vll musste sie viel rausstreichen, weil die Verlage aktuell immer dünnere Bücher veröffentlichen. Finde meine Theorie passt zu dem "Da fehlt noch was"-Gefühl am Ende^^

    Liebe Grüße
    Lena


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