Titel: Black Blade, Das eisige Feuer der Magie
Originaltitel: Cold Burn of Magic
Autor: Jennifer Estep
Reihe: Black Blade #1
Seiten: 338
Verlag: IVI
Format: Taschenbuch
ISBN: 3492703283
Preis: 14,99 € 
Erscheinungsdatum: 5. Oktober 2015
Genre: Urban Fantasy 
Altersempfehlung: Ab 14 Jahre

Eine Stadt voller Magie, aber voller verfeindeter Familien - eine Waise, die versucht zu überleben...

Inhalt 
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Cloudburst Falls ist der magischste Ort Amerikas. Touristen kommen extra hierher, um sich die Monster und das Magische dieser Welt aus der Nähe anzusehen. Lila Merriweather lebt seit dem Tod ihrer Mutter allein in der Stadt und schlägt sich als Auftragsdiebin durch. Doch eines Tages gerät ihre Unabhängigkeit und Freiheit ins Wanken, als sie den Sohn einer der mächtigsten Familien rettet. Prompt wird sie als seine Leibwächterin engagiert und findet sich von heute auf morgen in einer vollkommen neuen Umgebung wieder. Voller Luxus, Geselligkeit, aber auch Gefahren und folgenschweren Hinterhalten...

Mein Eindruck
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"Black Blade" ist die mittlerweile dritte Reihe von Jennifer Estep, die ich begonnen habe. Dieses Mal richtet es sich wieder an junge Erwachsene, erinnert mich aber inhaltlich etwas mehr an ihre "Spinnenkuss"-Reihe, über die Auftragsmörderin Gin. Auch in "Black Blade" steht eine Stadt im Mittelpunkt, Cloudburst Falls, die wieder fest in den Händen von mächtigen Familien ist. Hauptfigur Lila ist eine Waise, sehr freiheitsliebend und sehr auf ihre Unabhängigkeit bedacht. Sie lässt ungern andere Menschen nah an sich heran und ist dementsprechend wenig begeistert, als sie nach einem Vorfall als Bodyguard zwangsrekrutiert wird und ein neues Leben beginnen muss.

Also ja, es gibt durchaus Parallelen zur "Spinnenkuss"-Reihe. Eine unnahbare, verschlossene Hauptfigur, mit einer prägenden Vergangenheit. Sowie eine Stadt voller Kriminalität, Korruption und Magie. Zugegebenermaßen hat es mich stellenweise gestört, dass sich vor allem der Beginn relativ ähnlich gelesen hat. Da hätte ich mir gewünscht, dass sich die Autorin etwas mehr von ihren früheren Werken entfernt und mehr Neues bietet. Allerdings ist es in der Hinsicht laufend besser geworden. Gerade der Teil, in dem Lila ihren neuen Job antritt und ein neues Leben beginnt, unterscheidet sich dann schon deutlich.

Loben muss ich mal wieder die vielen interessanten Details und das Magiesystem. Es gibt magiebegabte Menschen, die aber nicht einfach alles können, sondern nur über bestimmte Talente verfügen. Manche verstärken menschliche Sinne, andere verleihen ganz neue Fähigkeiten. Gerade Lila hat äußerst spannende Talente, die ihr in actionreichen Kämpfen aus der Patsche helfen. Gleichzeitig verlässt sie sich jedoch nicht nur darauf, sondern hat auch von klein auf den Nahkampf trainiert.

Überhaupt mochte ich Lila ziemlich gerne, auch wenn sie wie gesagt manchmal Gins kleine Schwester sein könnte. Sie hat schon in frühen Jahren einiges durchmachen müssen, und weiß sich nun mittlerweile in fast jeder Situation zu helfen. Besonders gut haben mir aber auch die Nebenfiguren gefallen, insbesondere Felix und Devon. Schön fand ich auch die Liebesgeschichte, keineswegs überfrachtet und hauptsächlich nur Beiwerk zum Hauptplot.

Generell liest sich der erste Band "Black Blade" fast weg wie nichts, es ist mit vielen Actionszenen sehr kurzweilig und hat es gerade am Ende in sich. Allerdings für meinen Geschmack insgesamt mit gerade einmal 350 Seiten etwas kurz. Wegen mir hätte man noch mehr Inhalt und vielleicht mehr Hintergrundinformationen unterbringen können.

Fazit
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Was ich an Jennifer Estep besonders mag ist, dass sie mit ihren Geschichten unheimlich fesselt. Es gibt starke Hauptfiguren, eine interessante Weltgestaltung und eine Handlung, die kaum ins Stocken kommt. Vom Unterhaltungswert her hat mich das Buch durch und durch überzeugt. Allerdings hat man das Gefühl beim Lesen Parallelen zu ihrer "Spinnenkuss" - Reihe zu entdecken. Diese verringern sich zwar mit der Zeit, hinterlassen aber den Beigeschmack, dass man doch keine vollkommen neuartige Geschichte der Autorin liest. Alles in allem kann wegen mir der nächste Band auch ruhig etwas länger ausfallen, ich verbringe gerne mehr Zeit in "Cloudburst Falls". 


Rasant, mit toller Heldin, aber auch bekannten Elementen
3,8 Sterne

Anmerkung:
Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar erhalten. 
4 Responses
  1. OOH SCHÖN! Mir hat das Buch auch gut gefallen und vier Punkte abgestaubt, obwohl noch Luft nach oben ist. Mag die Charas alle total gerne, auch wenn es, wie du sagst, ein kleines Déjà-vü Gefühl hat, besondes am Anfang. War irgendwie ne Mischung aus Mythos u Elemantal Assassin :D Aber wurde zum Glück immer weniger u die Jungs sind ja bei EStep immer gut bzw. die Hauptprotas ^^ Bin gespannt auf die weiteren Teile, wobei ich mich auch schon jetzt auf den nächsten Teil von Gin u Owen freue :)
    lG Tina


  2. Tina Says:

    @Tina:

    Jennifer Estep ist einfach klasse, ich lese ihre Bücher unheimlich gerne, gerade wegen den Hauptfiguren. Da hast du allerdings recht, gerade die männliche Spezies bekommt sie richtig gut hin. Ich freue mich auch schon sehr darauf mit Gibt weiterzulesen. Habe noch immer Band 4 vor mir :) Nur meine Taschenbuchausgabe ist wirklich nicht hübsch, so eine Mass Paperback Ausgabe, da vergeht einem irgendwie schon beim Anschauen die Lust darauf. Nächstes Mal werde ich wieder das englische Ebook kaufen, auch wenn es teurer ist.


  3. ja, geht mir genauso, besonders die Elemental Assassin Reihe ist bisher meine Lieblingsreihe, da mir Mythos manchmal zu kindlich war bzw. mir die Hauptprota nicht so gut gefallen hat - aber sonst ist Estep einfach toll :)
    nun ja, ich lese sie eh immer auf Deutsch, da muss ich das Cover nehmen, wie es eben kommt :D


  4. Nachdem ich das Buch auch gelesen habe habe ich endlich deine Rezi lesen können ;)
    Ich stimme dir zu, auch mir sind die (teils extremen) Parallelen zur Spinnenkuss-Reihe aufgefallen. Trotzdem war es wirklich süffig zu lesen und hat mir gefallen. Was mich anfangs auch extrem gestört hat war der Schreibstil - ich habe die anderen Bücher ja auf englisch gelesen, wo ich den einfachen Stil sehr angenehm fand, hier fand ich ihn aber erst einmal sehr plump und holprig. Da musste ich mich erstmal mit anfreunden, liegt aber vielleicht auch dran dass ich vorher was gelesen habe, bei dem ich den Stil sehr mochte. Und dass ich schon fast beim ersten Treffen geahnt habe wer hinter allem steckt war auch etwas schade, ich habe ständig gehofft dass da noch mehr dahinter steckt :D Von den Figuren hat mir besonders Felix gefallen!
    Ich habe die Tage direkt mit dem zweiten Band auf englisch begonnen, werde ihn jetzt aber wohl erstmal etwas ruhen lassen. Er fängt gut an, ich habe nur irgendwie grade eine kleine Leseflaute und muss erstmal DAS Buch finden ehe es weitergeht. Leider habe ich noch keine Ahnung wo ich suchen soll :-/


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