Titel: Die Stadt des roten Todes
Originaltitel: Masque of the Red Dead
Autor: Bethany Griffin
Reihe: Masque of the Red Dead #1
Seiten: 344
Verlag: Goldmann
Format: broschierte Taschenbuchausgabe
ISBN: 9783442478194
Preis: 12,99€ 
Erscheinungsdatum: 19. November 2012
Genre: Junge Erwachsene, Steampunk

Eine einzige Stadt, abgeschnitten vom Rest der Welt. Eine Kluft zwischen arm und Reiche, Masken entscheiden über Leben und Tod...

Inhalt 
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Schauplatz ist eine Stadt, abgeschnitten vom Rest der Welt, regiert von einem Prinzen, der sich keinen Deut um sein Volk schert. Seit die Seuche ausgebrochen ist, versinkt die Stadt im Elend. Nur die reichen können sich die neuste technische Errungenschaft leisten, eine Maske, die die Luft filtert und vor der Seuche schützt. Araby gehört zu den Privilegierten, sie lebt in einem Apartmenthaus, besitzt eine Maske und treibt sich Abends in exklusiven Clubs herum. Allerdings spitzt sich die Lage mehr und mehr zu, es liegt an Araby sich zu entscheiden, für Auflehnung? Oder den geringsten Widerstand?


Mein Eindruck
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Zunächst einmal fällt die düstere Grundstimmung von "Die Stadt des roten Todes" auf. Schon in der ersten Szene schafft es die Autorin aufzuzeigen, wie kaputt und elendig die Armutsviertel der Stadt sind. Im Kontrast dazu leben die Reichen Bürger in Wohlstand und einigermaßen in Sicherheit. Es war gerade Arabys Vater, der jene Masken erfunden hat, die alle Menschen tragen, zumindest jene die sie sich leisten können. Die Maske filtert die Luft und schützt vor der Seuche. In den armen Vierteln allerdings stapeln sich die Leichen, denn wer nicht bezahlen kann, erhält keinen Schutz.

Gut gemacht finde ich, dass Araby nicht verwöhnt ist. Sie kennt die Armut, sie weiß wie es ist ungefilterte Luft zu atmen. Deshalb betrachetet sie die Menschen um sich herum mit Mitgefühl, wenn sie es auch nicht zeigen kann. Denn jeder kümmert sich eher um seinen eigenen Kram, als zu helfen. Darum finde ich es nachvollziehbar, dass sie Will anziehend findet, der ihr zur Hilfe kommt und sie bei seiner überaus sympathischen kleinen Familie übernachten lässt. Bitter für mich aber, es gibt nicht nur Will sondern auch Elliott, wieder die typische Dreieckskonstellation. 

Hervorheben will ich noch, dass mir Arabys Rückblicke in die Vergangenheit und vor allem ihre Trauer und Verzweiflung gut gefallen haben. Es ist nachvollziehbar, dass sie innerlich zerbrochen ist und ihr Leben lang versucht eine Lücke zu füllen, die sie nicht füllen kann. Darüber hinaus aber, habe ich für ihre Allüren wenig Verständnis. Oft erging es mir so, dass ich ihre Handlungen recht kindisch und zickisch fand. Besonders wenn sie versucht zu "rebellieren", erscheint sie mir eher wie ein bockiges Kind, das nicht viel über Konsequenzen nachdenkt.  

An sich habe ich am Handlungs und Spannungsverlauf wenig auszusetzen. Die Erzählung schreitet flott voran, von anfänglichen Unruhen bis hin zu einer richtigen Revolte. Leider wurde ich aber das Gefühl nicht los, dass bei den schon eher kurzen 350 Seiten am TIefgang der Charaktere gespart wurde. Besonders Arabys beste Freundin April, war mir viel zu oberflächlich. Auch Elliott, ihr Bruder, der wohl der düstere, eigenwillige Love Interest sein soll, war nicht mein Fall. Mal tut er so als kann er Araby gar nicht leiden, dann liest er ihr wieder jeden Wunsch von den Augen ab. Überhaupt steht sie natürlich immer im Mittelpunkt, dabei ist sie ja eigentlich so unscheinbar...

 
Fazit
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Ihr seht schon, mir fällt es schwer eine klare Linie mit dem Buch zu fahren. Vor allem das düstere Setting, die Beschreibungen und der gruselige Unterton haben mir wunderbar gefallen. Auch fehlt es nicht an Spannung, der Plot hat mir gefallen. Jedoch gerade mit den Charakteren hatte ich meine Schwierigkeiten und allzu deutlich das Gefühl "typische" Jugendbuchcharaktere vor mir zu haben. Liebesdreieck, unscheinbare Heldin, die dennoch überall im Mittelpunkt steht, die bewundernswerte beste Freundin und und und... Allem in allem hat es mir gefallen, war aber nicht unbedingt ein Überflieger.


Top Setting und Atmosphäre, Charaktere so lala
3,3 Sterne

5 Responses
  1. Anorielt Says:

    Na und für wen der beiden entscheidet sie sich? ;-) Nur damit ich vorbereitet bin.


  2. Den Vergleich mit dem bockigen Kind finde ich prima - erst handeln, dann nachdenken. Kann deine Rezi sehr gut nachvollziehen ;)


  3. Jessy Rey Says:

    Hm hm hm...ich glaub ich wills trotzdem lesen :D


  4. Tina Says:

    @Conny:

    Tjaaa^^ Das verrate ich mal lieber nicht ;P

    @Suppenhuehnchen:

    Dir ging es ja sehr ähnlich mit dem Buch. Ich fand es wirklich schade, dass ich so Schwierigkeiten mit den Charakteren hatte. Das mit dem Setting und mir hätte richtig etwas werden können ;)

    @Jessy:

    Na du Glückskind! Wenn du es liest, bin ich gespannt wie es dir ergeht!


  5. Anorielt Says:

    Ich hab jetzt 200 Seiten gelesen und ich bin unfassbar gelangweilt von dem Buch. Araby kann ich irgendwie überhaupt nicht leiden und auch alle anderen Charaktere bis auf Will finde ich total farblos. Wenns wenigstens spannend wäre... aber selbst das nicht. Es wundert mich das dieses Buch von dir doch noch 3 Sterne bekommen hat


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