Titel: Sternensturm
Originaltitel: -
Autor: Kim Winter
Reihe: Sternenschimmer #2
Seiten: 560
Verlag: Planet Girl
Format: Gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag
ISBN:  3522503090
Preis: 16,95€ 
Erscheinungsdatum: 22. Mai 2012
Genre: Jugendbuch
Altersempfehlung: 13 - 16 Jahre

Romantisch und zuckersüß: Das Buch in dem selbst die Bösen gute Absichten haben.


Inhalt (kaum Spoiler)
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Iason und Mia sind nun zusammen und versuchen die Vergangenheit hinter sich zu lassen. Doch das Glück währt nicht lange, denn es verschwinden immer mehr Jugendliche der Stadt spurlos. Hat die Stimme, die Mia zuflüstert etwas damit zu tun? Nach und nach verdichtet sich das Bild und Iason steht vor einer folgenschweren Entscheidung.

Mein Eindruck
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Bei den Büchern dieser Reihe stechen einem zu Beginn direkt die Cover ins Auge. Hübsch, rosa und mädchenhaft. Entsprechend ähnlich gestaltet sich der Inhalt. Auf den ersten 100 Seiten begleitet der Leser zunächst Mias Alltag. Endlich kann sie ungestört mit ihrer großen liebe Iason zusammen sein, nur kleine Streitereien trüben das Bild. Überschattet wird ihre Beziehung von den Ereignissen außerhalb, mehr und mehr Jugendliche verschwinden spurlos.

Nach etwa der Hälfte zieht das Erzähltempo an, es folgen einige "actiongeladene" Szenen und das Netz der Intrigen verdichtet sich. An sich wäre das eine gute Sache und hätte auch dafür sorgen können, dass mir dieser Band besser gefallen würde als noch der sehr langsame Auftakt "Sternenschimmer". Mein Problem ist, ich kann diese "Gefahren" einfach nicht ernst nehmen. Es liest sich so, als würde man sich Ganzkörper-gepolstert einen kleinen Hügel herunterstürzen, was soll da schon passieren? Sobald Mia in Gefahr gerät, ist immer jemand da um sie zu retten. Punkt. Ab und an landet sie im Krankenhaus aber ihr ist natürlich wundersamer Weise nie etwas passiert.

Hinzu kommt, dass die absoluten "Bösewichte" in diesem Buch auch kaum ernst zu nehmen sind. Das beginnt bei Namen wie "Die Stimme", "Hell" und hört auf indem selbst ihnen nur gute Absichten unterstellt werden. Die Mittel sind böse, aber die Gedanken dahinter waren natürlich gut. Wie soll man davor Angst haben? Mir erschließt sich auch nicht so ganz, wie Mia als 17-jähriges Mädchen, der Dreh und Angelpunkt eines Universums sein kann. Mia soll Frieden bringen, aber Mia kann ja auch so gefährlich sein. Ja, denn sie könnte von den Bösen mit den guten Absichten gelenkt werden. um mit fiesen Mitteln etwas Gemeines zu tun.

Mir ist es also sehr schwer gefallen das Buch ernst zu nehmen und daran können auch die mitunter schönen Ideen nichts ändern. Nach wie vor ist der Gedanke der Loduuner, wie sie sich entwickelt haben und leben, eine feine Sache. Doch es ist einfach alles übertrieben "kindgerecht" gestaltet. Selbst der Krieg auf Loduun wird irgendwie so hingedreht, dass jede Seite eigentlich "die Guten" sind aber der Krieg unvermeidbar war. Diese Tatsache zieht sich durch das gesamte Buch, nein eigentlich sogar die gesamte Reihe. Wer eine romantische Erzählung mit großen Sicherheitspolstern bevorzugt, wird hiermit glücklich werden. Für mich ist es leider nichts.

Fazit
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Ganz einfache Sache, wer den ersten Band "Sternenschimmer" mochte, wird Band zwei genauso lieben. Wer sich schon in "Sternenschimmer" an den vielen romantischen Szenen, den mangelnden Gefahren und Bedrohungen gestört hat, wird auch in "Sternensturm" nicht glücklicher werden. Insgesamt für mich eine Reihe, die ihre Vorzüge hat, aber einfach nicht nach meinem Geschmack ist.

3,0 Sterne


3 Responses
  1. Hell hat nicht die Bedeutung Hölle sondern Licht...nur mal so nebenbei :-)


  2. Tina Says:

    Ja ich weiß schon ;) Gerade deswegen hat mich auch die "Wendung" später wenig überrascht.


  3. Ayanea Says:

    *Ganzkörper-gepolstert einen kleinen Hügel herunterstürzen,* Wie genial ist denn bitte dieser Vergleich? Was habe ich gelacht. Und auch deine Rezension finde ich richtig, richtig gut!! Und wie ich sehe, hast du es absolut gleich empfungen. Hab mich auch immer gefragt: warum gerade Mia? Was hat sie was kein anderer hat ;) Mia nervt total (erinnert mich ein wenig an Wesley Crusher aus Star Trek- der konnte auch absolut alles, aber gemocht hat ihn niemand ^^).


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