Titel: Blackbirds
Deutsche Ausgabe: -
Autor: Chuck Wendig
Reihe: Miriam Black #1
Seiten: 358
Verlag: Angry Robot
Format: Ebook
ASIN:  B007WU2PWM
Preis: 4,67€  (TB: ca. 6€)
Erscheinungsdatum: 24. April 2012
Genre: Urban Fantasy
Sprachschwierigkeit: 2
(1=einfach 2=mittel 3=schwer)

Miriam knows when you will die - Düster, vulgär und ganz anders als erwartet...

Inhalt  
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Miriam Black hat eine besondere Fähigkeit: durch Berührung kann sie sehen, wann und wie ein Mensch sterben wird. Sollte sie ins Schicksal eingreifen, führt das zwangsläufig genau zu dem Tod, den sie vorhergesehen hat. Gezeichnet von ihrer Gabe ist sie abgestumpft und hart im Nehmen. Ein Tag folgt dem nächsten bis sie dem Trucker Louis begegnet und seinen grausamen Tod vorhersieht.
Wenn sie diesmal nicht eingreift, könnte sie das nächste Opfer seines Mörders sein...

Mein Eindruck
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"Blackbirds" ist ein Buch, bei dem man deutlich merkt, das es von einem Mann geschrieben wurde. Die Atmosphäre ist sehr düster, die Szenen sind sehr brutal und die Sprache ist außerordentlich vulgär. Das Buch fängt interessant an, Miriam ist in einem Motel und erlebt die letzten Minuten eines Mannes mit. Sie nutzt ihre Gabe um sich das Geld des Verstorbenen zu verschaffen und an den nächsten Ort weiter zureisen.

Miriam ist sozusagen fertig mit der Welt, sie agiert ziellos, von einem Tag in den nächsten und erscheint fast schon verbittert. Aus dieser Idee hätte man einen richtig vielfältigen Charakter schaffen können, doch Miriam war für mich einfach nicht glaubhaft. Sie soll Anfang zwanzig sein, doch sie spricht nicht wie ein junge Frau, sondern eher wie eine, die ihre besten Jahre längst hinter sich hat. Zudem ist jeder Dialog von Kraftausdrücken gespickt, die vielleicht Kumpels untereinander verwenden, doch für eine junge Frau ziemlich überzogen sind.

Allgemein ist die Präsenz der männlichen Charaktere enorm, es gibt vielleicht eine handvoll Frauen, wenn überhaupt. Dementsprechend ruppig geht es das ganze Buch über zu und es fiel mir sehr schwer zu irgendeinem Charakter eine Verbindung aufzubauen. Alle Männer in diesem Buch sind grundsätzlich egoistisch und abstoßend. Die Frauen sind verbittert, hart und an diese Welt angepasst. Auch aus der guten Idee mit Miriams Gabe wurde meiner Meinung nach wenig gemacht, denn sie rückt im Verlauf eher in den Hintergrund. Stattdessen fällt sie auf einen schmierigen Typen herein und schafft es sich von der einzig netten Person im Buch zu entfernen, von Louis dem Trucker.

Louis ist wirklich noch der einzige "normale" Mensch in diesem Buch, der kein Drogendealer, Auftragskiller oder anderer Ganove ist. Sein Pech ist, Miriams Weg zu kreuzen und in ihre Probleme mit hineinzugeraten.
Das macht auch den Großteil der Handlung aus, Miriam rennt von einem ins nächste, begleitet von Rückblicken über ihr Leben. Hat die Handlung noch vielversprechend begonnen und fand ich die Dialoge zu Beginn noch spritzig, hat es einfach irgendwann nur noch genervt. Das Ende war in Ordnung und ist größtenteils abgeschlossen, doch die Fortsetzungen werde ich wohl auslassen.

Fazit
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Ich muss sagen für mich hat das Buch nicht funktioniert, weder mit der Handlung noch den Charakteren konnte ich allzu viel anfangen. Es ist schön und gut eine düsteres Setting zu präsentieren, doch ohne jeden Funken Licht war das Leseerlebnis für mich eher zermürbend. Sicherlich ein Buch, das sich eher an die männliche Leserschaft richtet oder eingefleischte Fans von düsteren, trostlosen Settings. Schade, um die schöne Idee!


Für mich war das leider Nichts
2,0 Sterne

9 Responses
  1. Ich glaube, du hast dich bei der Bewertung vertan :) Einmal vergibst du 2 Sterne (ausgeschrieben) und dann 3,5 Sterne (Bild).


  2. Tina Says:

    Ah ich danke dir! Wird gleich geändert :)


  3. Ich hab zwar von dem Buch bisher nie was gehört, aber der Klappentext klingt wirklich nicht schlecht. Schade dass es trotzdem so gar nichts war...


  4. Tina Says:

    Genau das hat mich bei dem Buch angesprochen. Aber in der Ausführung war es dann leider eher nichts für mich. Ich glaube aber auch nicht, dass das Buch im deutschsprachigen Raum einziehen wird.


  5. captain cow Says:

    Uah ich hatte schon fast eine Bewertung von einem Stern erwartet. Aber du hattest ja schon vorgewarnt, dass das Buch nicht so dein Fall war. Bei deiner Rezension kann ich das auch echt nachvollziehen - das Buch klang für mich zunächst verlockend, aber irgendwie ist bei mir die Lust darauf jetzt komplett weg. Na ja, auch gut. Dann schaffe ich mir lieber ein anderes (hoffentlich besseres) Buch an.


  6. Egoliquida Says:

    Die Zusammenfassung ist richtig interessant, aber mit derber Sprache kann ich mich gar nicht anfreunden. So eine gute Idee und nichts daraus gemacht, das finde ich immer ärgerlich.


  7. Tanja Says:

    schade, dabei sieht das cover echt schick aus ^^


  8. Jeanne Says:

    Wieder mal so ein Fall von wunderschönes Cover steckt schlechten Inhalt. Schade, dabei klang es echt richtig spannend. Ist halt nicht auf jeden männlichen Autor verlass.


  9. Tina Says:

    @captain cow:

    Die Grundidee und der eigentlich ganz gute Anfang haben mich zu 2 Sternen tendieren lassen. Ich denke auch, dass es ganz davon abhängt wie man mit dem Setting, der Sprache etc. klarkommt.

    Ich denke aber als "Frau" ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass man getrost darauf verzichten kann.

    @Egoliquida:

    Das war auch wirklich eines meiner Hauptprobleme! Ich denke es hätte mir schon ein ganzes Stück besser gefallen, wenn nicht jedes dritte Wort "Fu..", "Balls" und was auch immer gewesen wäre.

    @Tanja:

    Finde ich auch!

    @Jeanne:

    Bisher war ich auch eher der Meinung es ist ganz gut mal Bücher von männlichen Autoren zu lesen. Da ist der Gefühl und Schnulzanteil deutlich geringer und meine Lieblingsbücher sind überwiegend von männlichen Autoren. Aber Ausnahmen bestätigen ja bekanntlich die Regel...


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