Titel: BZRK
Originaltitel: BZRK
Autor: Michael Grant
Reihe: BZRK #1
Seiten: 408
Verlag: INK
Format: Gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag
ISBN: 3863960394
Preis: 17,99€ 
Erscheinungsdatum: 8. März 2012
Genre: Jugendbuch


Ein Leseerlebnis am Rande des Wahnsinns...

Inhalt 
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Alle Charaktere befinden sich am Rande des Wahnsinns - der Leser gleich mit! Noah will herausfinden, was seinen älteren Bruder um die geistige Gesundheit gebracht hat. Sadie sieht zu wie ihre Familie verbrennt und dürstet nach Rache. Hacker liefern sich untereinander Schlachten, doch nicht am PC, Menschen sind die Schlachtfelder...

Mein Eindruck
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BZRK ist wirklich ein irres Leseerlebnis und zwar in verschiedener Hinsicht. Michael Grant startet mit einem richtig guten Prolog und lässt den Leser schon erahnen, BZRK ist nichts für schwache Nerven! Es ist eine Odyssee durch sowohl Mikro als auch Makroebene, ein Krieg der Giganten, die mit den kleinsten Waffen der Welt zuschlagen.

Das sagt euch zunächst nur Bahnhof? So ergeht es einem auch die ersten paar Kapitel. Langsam wird man in die Nanotechnologie eingeführt, lernt wie man Bioten steuert, was Nanobots sind und wie die Schlachten der Zukunft geschlagen werden. Die Ideen und Beschreibungen sind der Wahnsinn. Die Reise eines Bioten, der sich durch einen Urwald von Haut und Haaren fortbewegt, über Auge, Nase oder Ohr ins Gehirn eindringt... der Leser ist mitten dabei. Mir haben diese vielen Technologieaspekte super gefallen, ebenso die Ausflüge in die Mikrowelt.
Grant beschreibt unverblümt und nimmt kein Blatt vor den Mund. Doch diese Form der Erzählung muss man mögen. Oft geht es ruppig und blutig zu, würde ich eine Altersempfehlung geben, wohl nicht unter 15 Jahren.

So gut Grant für mich auf diese Weise punkten konnte, umso enttäuschender war für mich die Charakterausarbeitung. Erst einmal sind es eine Menge und der Leser braucht einige Seiten bis er sie den verschiedenen Fronten zuordnen kann. Nach anfänglicher Verwirrung stellt man allerdings fest, wie wenig man über die einzelnen Personen erfährt. Es gibt vereinzelte Ausnahmen, doch vor allem Sadie/Noah waren mir zu austauschbar. Klar haben sie Angst, sind verwirrt und klammern sich aneinander. Doch viel Persönlichkeit konnte ich leider nicht entdecken.

Nach der Einführungsphase laufen die vielen Stränge zusammen, die Fronten sind geklärt und der Krieg kann beginnen. Bis zum Ende kommt keine Langeweile auf und 10 Seiten vor Schluss dachte ich mir "Wie soll er das in 10 Seiten beenden?!". Aber Michael Grant kann und schafft es dabei noch ein befriedigendes Ende zu präsentieren. Es ist kein übler Cliffhanger, doch einige Fragen bleiben für die Fortsetzung offen.

Fazit
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BZRK ist ein rasantes Actionabenteuer, es gibt keine langatmigen Stellen oder Durststrecken. Allerdings wird viel Technologie beschrieben, viele Schlachten geschlagen und oftmals hechelt der Leser dem Plot hinterher. Abgesehen von den dürftigen Charaktere hat mir dieses Abenteuer gefallen, doch ich denke es wird nicht jedermanns Sache sein. 


Was für ein Trip!
3,6 Sterne

8 Responses
  1. Lenchen ... Says:

    Ich stimme dir zu :)
    Die Charaktere waren auch das, was mich am meisten gestört hat. Auch ist war begeistert, von den Ausflügen in den menschlichen Körper ... So etwas habe ich bisher noch nicht gelesen ^^
    Bin mal gespannt auf die Fortsetzung :D


  2. Tina Says:

    Genau so seh ich das auch! Bisschen weniger Durcheinander, mehr Einsatz bei den Charakteren und die Wertung hätte weit nach oben gehen können! Aber ich freu mich genauso wie du auf den nächsten Trip im Sinne der Fortsetung ;) Jetzt hab ich auch Lust Gone 02 zu lesen, mal schauen vielleicht lässt sich das Buch irgendwie organisieren.


  3. Sophia Says:

    Einen tollen Blog hast du, ich habe ihn eben erst entdeckt und bin direkt Leser geworden. Unglaublich was du in der kurzen Zeit schon auf die Beine gestellt hast :-) außerdem eine tolle Rezension! :-)


  4. Danke für die interessante Rezension. Ich würde mal sagen dass Buch ist ganz und gar nichts für mich ;D


  5. Tina Says:

    @Sophia:

    *Ganz-rot-werd* Ich danke dir!

    @Suppenhuehnchen:

    *lach* kann ich mir gut vorstellen. Michael Grant schreibt wirklich verrückte Sachen und man muss es einfach mögen, ansonsten befindet man sich als Leser wohl nicht mehr im positiven Sinne am Rande des Wahnsinns^^


  6. Ayanea Says:

    3,6 Sterne? Ungewöhnliche Sternenvergabe :D Aber es drückt gut aus das es ein 3 Sterne Buch war mit leichter Tendenz nach oben. Finde ja der INhalt hört sich irgendwie nach "mehr" an... aber die Sterne sind mir zu wenig, um es auf meinen WZ zu schreiben....schöne Rezi!


  7. Tina Says:

    Ja ich weiß, manchmal kann ich es einfach nicht anders ausdrücken ;P

    Aber du liegst schon richtig. Soll heißen das Buch steht zwischen 3 und 4 Sternen, bekommt die Aufrundung auf 4, tendiert aber noch ein Stück Richtung 3. Vom Lesegefühl her, hätte ich den esten 150 Seiten nach zu einer höheren Wertung tendiert. Aber dann ist mir aufgefallen an welchen Stellen Grant gespart hat und letztendlich ist es auch nicht uneingeschränkt empfehlenswert.


  8. Hallo,
    du weißt ja schon, dass mir dein Blog gut gefällt und mit dem möchte ich dir das nicht nur sagen sondern auch zeigen :)

    http://seitenakrobatin.blogspot.de/2012/04/mein-erster-award.html


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