Titel: Saeculum
Originaltitel: -
Autor: Ursula Poznanski
Reihe: -
Seiten: 576
Verlag: Loewe Verlag
Format: Broschiert
ISBN: 3785570287
Preis: 14,95€
Erscheinungsdatum: 2. November 2011
Genre: Jugendbuch
Altersempfehlung: 14 - 17 Jahre


Wenn ein Live-Rollenspiel zu einem einzigen Albtraum wird...

Vorwort
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Erebos hat mir wahnsinnig gut gefallen und war eindeutig ein Lichtblick unter den Jugendbüchern. Gerade die Spielbeschreibungen fand ich spannend und eine tolle Abwechslung. Ich war erstaunt wie gut die Autorin ihre Charaktere gezeichnet hat und wie lebendig sie durch die Dialoge wurden. Leider waren es vor allem die Highlights in Erebos, die mir in ihrem neuen Buch "Saeculum" sauer aufgestossen sind.

Inhalt
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Eigentlich macht Bastian nur wegen seiner neuen Freundin Sandra bei "Saeculum" mit, einer Live-Rollenspielgruppe. 5 Tage in der tiefsten Wildnis, es sind keine elektronischen Geräte erlaubt, nichts was nach dem 14. Jahrhundert erfunden wurde. Doch der Spielort soll mit einem alten Fluch belastet sein und nach und nach erfüllen sich Details der Prophezeiung.

Mein Eindruck
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Eines meiner Hauptprobleme waren diesmal die Charaktere. Hier scheitert die Autorin an der Ausarbeitung, war ich in Erebos noch so überzeugt, wurde mir in Saeculum leider nur Durchschnitt serviert. Bastian bleibt bei seiner Rolle als blasser "Musterschüler", Sandra war mir schon zu Beginn unsympatisch und mehr als nur leicht zu durchschauen. Der Großteil der Rollenspielgruppe wird im Laufe des Buches immer unsympatischer, Doro ging mir zum Teil sogar richtig auf die Nerven.

Ich fand es einfach nicht nachviollziehabr, wie sie sich entwicklt haben und woher sie auf einmal ihre Beweggründe nahmen und regelrecht fanatisch wurden. Angst sollte wohl die Ursache sein, aber ganz im Ernst für mich hätte da noch einiges mehr dazugehört um solche Ängste zu schüren.
Leider konnte die Autorin den Umstand auch nicht durch den Plot ausgleichen, ich wurde weder mitgerissen, noch fand ich es sonderlich überzeugend.
Dabei war ich noch guter Stimmung bis das eigentliche Rollenspiel begonnen hat. Der Anfang und der darauf folgende Weg zum Spielort, wurden genutzt um alle Charaktere vorzustellen. Jedoch nimmt das Live-Rollenspiel einen verschwindend geringen Anteil ein. War es in Erebos fester Bestandteil, war es hier gerade mal der brüchige Rahmen der Geschichte. Schnell überschattet der "Fluch" sowohl das Spiel, als auch den Plot und endete für mich vorhersehbar und nicht überzeugend. Im Endeffekt kann ich wirklich nur sagen "Schade, Schade, das soll es gewesen sein". Mir war viel zu früh klar, worauf das Ganze hinauslaufen sollte und dadurch fehlte mir der Nervenkitzel, die Spannung und der Drang schnell weiterzulesen

Fazit
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Der Schreibstil und die Präsentation waren gewohnt gut. Nicht überzeugt waren jedoch der Großteil der Charaktere, der Spannungsverlauf und die Auflösung. Ich hatte gehofft ich könnte bedenkenlos zugreifen, doch leider waren meine Erwartungen wohl zu hoch.

3,0 Sterne

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