Titel: Die Auserwählten im Labyrinth
Originaltitel: The Maze Runner
Autor: James Dashner
Reihe: Maze Runner #1 
Seiten: 496
Verlag: Carlsen Verlag GmbH
Format: Gebundene Ausgabe
ISBN: 3551520194
Preis: 16,99€
Erscheinungsdatum: 1. April 2011


Spannung, Action, doch was bleibt auf der Spur?

Inhalt
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Thomas wacht ohne jede persönlichen Erinnerungen in der Lichtung auf. Er wird von einer Reihe von Gleichaltrigen in eine ungewöhnliche Gesellschaft aufgenommen, die der Lichter. Jeder von ihnen ist auf die selbe Art und Weise auf die Lichtung gelangt, umgeben von einem Labyrinth aus dem selbst nach 2 Jahren noch niemand einen Ausweg gefunden hat. Die Gesellschaft ist in einzelne Strukturen unterteilt, diejenigen die Nahrung anpflanzen, verarbeiten und zubereiten. Diejenigen die alles in Stand halten und diejenigen die sich aus der Lichtung heraus ins Labyrinth trauen, um einen Ausweg zu finden (Die Läufer). Thomas merk schon bald, sein Platz muss unter den "Läufern" sein und versucht dem Geheimnis des Labyrinths auf die Spur zu kommen.

Mein Eindruck
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Ich bin wirklich lange um dieses Buch herumgeschlichen. Ich hatte so viel Gutes gehört, war mir aber nicht sicher, ob auch ich es SO gut finden würde. Es könnte entweder ein super spannendes, nicht aus der Hand zu legendes Buch sein, das einen richtig Mitfiebern lässt. Oder es ist zwar randvoll mit Aktion, dafür hinken die Charaktere und der Weltentwurf hinterher. Ich würde sagen meine Befürchtungen waren nicht ganz unbegründet.

Der Anfang war für mich etwas zäh, ich verstehe schon, dass die Spannung daher rührt, dass eben niemand weiß was los ist. Allerdings hätte die ein oder andere Antwort auch zu Beginn nicht geschadet. jeder vertröstet Thomas Seite um Seite auf später und bloß keine Fragen stellen und überhaupt. Mir erschließt sich der Sinn für die Gesellschaft nicht so ganz, die Frischlinge komplett im Dunkeln zu lassen. Allerdings tritt das Ganze in den Hintergrund sobald sich Thomas zum ersten Mal ins Labyrinth wagt und ab hier fand ich es wirklich spannend und interessant und habe es bis zum Ende durchgelesen. Mit der Erklärung war ich soweit zufrieden und dass es so endet war mir klar, es gibt ja noch Folgebände. Insgesamt gesehen war ich aber von den stereotypen Charakteren ein wenig enttäuscht. Der gutmütige, dickliche Freund Chuck, der im Grunde "zu nichts zu gebrauchen ist", aber deshalb so liebenswürdig. Der durchgeknallte Böse Gally, der nur das Schlechte sieht und nur seine Schlechtigkeiten herausschreit. Der furchtlose Läufer-Hüter, der mit dem Kopf durch die Wand geht und impulsiv handelt bevor er denkt. Ich könnte die Liste weiterfortführen. Ich kann kaum zu jemanden mehr als zwei Sätze sagen.

Aber vor allem zwischen Thomas und dem Mädchen war mir alles zu sehr auf dieses "wir haben etwas Geheimes gemeinsam" beschränkt. Was sie ansonsten gemeinsam haben? Keine Ahnung, man erfährt nichts darüber. Sie mögen sich einfach, weil sie sich kennen. Okay, aber was sie aneinander kennen und schätzen - Fehlanzeige.

Fazit
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Natürlich ist "Die Auserwählten im Labyrinth" kein schlechtes Buch, mir hat es abgesehen von den dürftigen Charakteren gut gefallen. Es lässt sich schnell und einfach lesen, die spannenden Stellen sind gut gemacht und natürlich will man nach diesem Band am liebsten gleich die Fortsetzung lesen. Ich finde aber man sollte sich überlegen, will man ein spannendes Buch für Zwischendurch
[Die Auserwählten (x)] oder ein gefühlvolles Buch mit viel Tiefgang [Die Auserwählten ( )]

3,5 Sterne

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