Titel: Ashes - Brennendes Herz
Originaltitel: Ashes
Autor: Ilsa J. Bick
Reihe: Ashes #1 
Seiten: 502
Verlag: Ink
Format: Gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 386396005X
Preis: 19,99€
Erscheinungsdatum: 4. August 2011
Genre: Endzeit
Altersempfehlung: Ab 14 Jahre

Eine Wanderung in den Bergen mit folgenschweren Veränderung, von einem Moment auf den anderen, ist unsere Welt nicht mehr dieselbe...

Vorbemerkung
....................

"And now, a new trend is emerging that will soon knock those blood suckers off the shelves of bookstores everywhere." - Maggi Normile

Der neue Trend sind Dystopien und Endzeit. Wenn ich spontan nachdenke fallen mir um die 5 Bücher ein, die in den letzten Monaten erschienen sind und sich einem der beiden Themen widmen. "Ashes - Brenndes Herz" ist in sich nicht abgeschlossen, sondern der Auftakt einer Trilogie. Für mich war es vor allem interessant herauszufinden, ob einem in "Ashes" neues geboten wird und inwiefern sich diese Idee abhebt.

Gestaltung
...........................

Das Buch sieht wirklich fantastisch aus. Mir persönlich gefällt es ohne den Schutzumschlag noch besser. Es ist ein Wald zusehen der sich vom Cover über die Bindung zur Rückseite fortsetzt. Da ich immer ohne den Umschlag lese, ein für mich sehr erfreuliches Detail.

Inhalt
...............

Alex ist alleine in einem Naturschutzgebiet wandern und trifft schon bald auf Jake und seine Enkelin Elllie. Gemeinsam lagern sie und werden von einer Druckwelle überrascht. Nach dem Ereignis ist nichts mehr wie es vorher war. Die Zivilisation ist zusammengebrochen, vor allem Jugendliche haben sich "verändert". Alex schlägt sich mit Ellie durch bis sie auf Tom treffen. Gemeinsam suchen sie nach einem Weg zu Überleben...
Ich halte mich hier bewusst waage um nichts zu verraten. Der Klapptext ist leicht irreführend. Alex und Tom sind nicht von Anfang an zusammen, sie begegnen sich erst später. 

Mein Eindruck
..................................... 

Lesefluss: Die ersten 200 Seiten habe ich drauf und dran verschlungen. Die Kapitel selbst sind sehr kurz und enden mit kleinen Cliffhängern. Die Autorin schildert einige actionreiche, zum Teil auch brutale Szenen. Die Altersempfehlung sollte auf jeden Fall eingehalten werden. Ich finde aber nicht, dass hier einem zu viel zugemutet wird.
Leider fand ich es im weiteren Verlauf sogar etwas zu vorhersehbar, wann sich der nächste Kampf angebahnt hat.
Einige werden sich hier sicherlich eine Romanze erhofft haben, nein das ist "Ashes" in erster Linie sicherlich nicht. Es hat die ein oder andere Stelle, an der sich Alex nach Liebe sehnt, aber meistens ist sie eher damit beschäftigt zu überleben. Vielleicht wird sich dem noch mehr in den Folgebänden gewidmet. Mir hat hier nichts gefehlt, aber man sollte nicht mit falschen Erwartungen an das Buch gehen.
Eine Wendung der Handlung im Mittelteil hat mir nicht so toll gefallen. Hier wurde auch einiges an Tempo und Spannung rausgenommen. Am Ende kam die Geschichte wieder richtig in Fahrt und lässt einen neugierig auf die Fortsetzung zurück.
Wer keine Cliffhänger mag - vielleicht lieber warten mit dem Lesen bis der nächtse Teil erscheint :)

Das Szenario und die Charaktere: Die Druckwelle ist eine Katastrophe, die den Untergang der normalen Zivilisation erst ebnet. Im Gegensatz zu z.B Panem oder Neva in denen die zerstörte/eingeschränkte Welt der Ausgangspunkt ist. Es bleiben einige Fragen unbeantwortet, ich hoffe doch die Autorin legt da noch nach.
Das Verhalten der Menschen nach der Katastrophe ist teilweise nachvollziehbar aber meistens jedoch erschreckend. Ich finde, die Autorin hat hier ein plausibles und durchdachtes Szenario geschaffen. Die Idee von veränderten Menschen ist nicht neu erfunden (Residentevil), aber macht einen neugierig, weil die Ursache eben nicht gänzlich geklärt ist.
Alex ist ein starker, unabhängiger Charakter. Sie tritt schon sehr, ich sage jetzt mal "problembelastet" im Buch auf und dies hat deutliche Auswirkungen auf ihr Verhalten. Verantwortungsbewusst kümmert sie sich um Elllie, die zunächst unausstehlich ist, später zumindest nur noch phasenweise. Tom bleibt recht unnahbar, auch wenn man einige Details erfährt. Insegsammt ist er mir ein wenig zu blass geblieben.
Die drei kamen mir manchmal wie eine kleine Familie vor, doch oft waren es die Schatten ihrer Vergangenheit oder die Gefahren der veränderten Welt, die die Idylle getrübt haben. 

Fazit
.............

Ein gelungener Auftakt, der mir gefallen hat, mich aber nicht ganz vom Hocker gerissen hat. Dafür hat mir unter anderem eine "Station" im Buch einfach zu wenig zugesagt. Dennoch bin ich neugierig wie es weiter geht.

3,75 Sterne

0 Responses

Kommentar veröffentlichen

Feel free to comment